Eine Hommage an die Weser

7 October 2019

Jedes Jahr aufs Neue freuen wir uns auf die Weser. Genauer gesagt, auf die Wesermeile.

Hierbei handelt es sich um ein Langstreckenrennen ausgetragen durch die KSG Minden.

Die Wesermeile, das sind ca. 11,8km die Weser stromabwärts und ca. 200m die Weser wieder hinauf.  Jetzt kann man glauben, dass das ein einfaches Unterfangen wäre. Die Weser ist ja schließlich ein Fluss, und Flüsse fließen. Dem ist aber mit Nichten so. Zwar gibt es Passagen in denen es tatsächlich eine schöne Strömung gibt, die einem dann auch wunderbar hilft. Allerdings gibt es auch sehr viele Stellen, die einem diese Strömung nicht zeigen oder an denen es erst gar keine gibt. Am Samstag, dem 05.10.2019 hieß es für uns endlich wieder „Kampf gegen die Weser“. Zum Glück! Denn vergangenes Jahr ist diese tolle Regatta leider aufgrund Niedrigwassers ausgefallen.  Auch dieses Jahr gab es eine kleine Trübung, dazu jedoch später mehr.

Mit 5 Frauen und 5 Männern sind wir am Samstag ins Rennen gegangen. Gestartet wurde bei uns wie schon fast traditionell im small boat, sprich mit 10 Paddlern. Die Konkurrenz war leider überschaubar, was der Grund für die kleine Trübung war. Aus verschiedensten Gründen haben einige Teams kurzfristig abgesagt. Für uns nicht verständlich! Denn wenn man zu einer Regatta fährt, dann plant man und dann sind alle mit Feuer und Flamme dabei! So ist es jedenfalls bei den Drachenwölfen des MTV 1862 e.V. Vorsfelde! Wenn man nun vor der Situation steht, dass es leider nur 3 Konkurrenten sind, könnte man den Kopf in den Sand stecken. Mit halber Motivation ins Rennen gehen und sich irgendwie halbherzig da durch beißen. Oder man sucht sich zusätzliche Konkurrenz und Motivation! Diesen Weg wählten wir! Wir hatten inkl. Steuermann 11 innere Schweinehunde zu bekämpfen, die irgendwann sagten „ich kann nicht mehr“. Wir hatten die Weser mit ihren Tücken. Wir hatten die Zeit, denn wir wollten schnell sein. Und natürlich hatten wir die beiden anderen Boote, die - anders als die Jahre zuvor mit einer Minute - im 10 Sekunden Takt nach uns starteten. Wir waren also mal wieder die Gejagten.  Noch ein weiterer Grund Vollgas zu geben. Wenn wir das alles einmal zusammen zählen sind das mind. 14 Gegner und das ist definitiv ausreichend.

Wir gingen also als erstes Team ins Rennen, dicht gefolgt von den beiden anderen.

Die Trommeln immer im Ohr ging es auf die ersten Kilometer. Die Mannschaft kämpfte! Man konnte spüren wieviel Ehrgeiz das Team hatte. Aufgeben war keine Option! Und wer den Kopf in den Sand steckt, der sieht nun mal nicht was um ihn herum so passiert.

Mit der Zeit wurden die Trommelschläge der Verfolgerboote leiser. War das ein gutes Zeichen? Ja, das war es. Unaufhörlich hat sich das Team die Weser herunter gekämpft, teils sogar mit ordentlich Gegenwind. Am einzigen Wendepunkt angekommen war es dann ersichtlich. Der Vorsprung war deutlich gewachsen. Nach 200 endlos scheinenden Metern gegen die Strömung als krönendem Abschluss war es dann amtlich. Über 2 Minuten waren es, die wir als Team heraus gefahren haben! Eine klasse Leistung!

Jeder hat gekämpft und jeder hat für das Team und sich selbst alles gegeben. Wir haben uns motiviert und nicht aufgegeben. Das macht den Mannschaftssport und vor allem die Drachenwölfe aus. Wir kämpfen und geben niemals auf! 

Ob man im Sport einen oder 20 Gegner hat ist am Ende doch egal, man möchte sich im Wettkampf messen. Und man möchte schauen ob man besser geworden ist! Ein Gegner ist immer besser als kein Gegner. Von daher gilt für uns - wir sind gern wieder dabei, bei der Wesermeile 2020!

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