Bundesliga-Ausflug des MTV Vorsfelde endet früh

3 August 2020

MTV

Jonas Biniek (von links), Nadiem Atiq und Martin Theuner sind in der Vorrunde der diesjährigen Erstliga-Saison, in der ihr MTV Vorsfelde auf Einladung starten durfte, früh ausgeschieden.

 

Daniel Hotop

Vorsfelde Sie kennen das bei den Faustballern des MTV Vorsfelde – auch wenn es keine Erfahrung ist, auf die sie sonderlich stolz wären: Wieder einmal fehlte nicht viel, um das nächste Etappenziel zu erreichen, doch wieder wurden die Eberstädter kurz vor Schluss noch gestoppt. Die MTV-Faustballer, eigentlich in der 2. Bundesliga Nord zu Hause, hatten wegen der Corona-Pandemie überraschend und unverhofft auf Einladung des deutschen Verbandes in der 1. Liga an den Start gehen dürfen, hätten theoretisch sogar deutscher Meister werden können. Aber nach dem Erstrunden-Turnier in Berlin ist die Stippvisite im deutschen Oberhaus schon wieder beendet.

Und wieder war es überraschend, wie schon bei den knapp verpassten sportlichen Aufstiegen im Zuge von Relegationen in den vergangenen Jahren. Denn der MTV war in der Vorrundengruppe A gut im Spiel. Zum Auftakt hatte es zwar eine klare 0:3-Niederlage (2:11, 6:11, 7:11) gegen TK Hannover mit dem Ex-Vorsfelder Leon Riederer gegeben, doch das zweite Spiel gegen Gastgeber VfK 1901 gewann der MTV ganz knapp mit 3:2 (11:8, 7:11, 15:14, 7:11, 13:11). Es sah vor der letzten Spielrunde so aus, als würde die Mannschaft von Trainer Frank Kuwert-Behrenz in dem Viererfeld einen der ersten drei Plätze belegen.

Daran änderte auch die eigene, wieder sehr enge 1:3-Niederlage (8:11, 11:13, 11:8, 13:15) gegen den Berliner TS nichts. Aber weil das zuvor so stark aufspielende Hannover überraschend mit 1:3 gegen den VfK unterlag, schnappte sich doch noch der Gastgeber das letzte Ticket für die Zwischenrunde in Hannover. „Man sollte sich ja nie auf andere verlassen. Aber eigentlich hatten wir die zweite Runde schon gebucht, das ist wirklich schade“, meinte Kuwert-Behrenz.

Die Enttäuschung überwog aber keineswegs beim Underdog, zumal mit Gian Rudolph ein Stammspieler urlaubsbedingt passen musste, der Vorsfelder Kader mit sechs Spielern nur dünn besetzt war. „Wir haben immerhin gegen drei Erstligisten gespielt, meine Spieler haben sich voll reingehängt und alles gegeben“, so der MTV-Coach. Hat die Mannschaft trotzdem (Erstliga-)Blut geleckt? Kuwert-Behrenz sieht es realistisch. „Wir gehören in die Spitzengruppe der 2. Liga, und da fühlen wir uns ganz wohl“, sagt er und gibt zu bedenken: „Die 1. Liga rückt auch altersmäßig in immer weitere Ferne.“ Den Stamm seines Teams hat der Coach bereits seit etlichen Jahren zusammen, mehr als zehn Jahre spielt das Team um Schlagmann Martin Theuner auf Bundesliga-Niveau, meist in der 2., aber auch schon in der 1. Liga, zusammen. „Das ist eine lange Zeit“, weiß der Vorsfelder Trainer.

In diesem Jahr hätte es theoretisch sogar der DM-Titel werden können, doch da das Abenteuer 1. Liga nun beendet ist, konzentriert sich der MTV auf die 2. Liga. Coronabedingt fallen in dieser Freiluft-Saison keine Auf- oder Abstiegsentscheidungen, aber in der Spitzengruppe wollen die Vorsfelder dann doch wieder landen, wenn sie am 29. August in Wangersen gegen Gastgeber MTV, SV Düdenbüttel und SV Armstorf einsteigen. Die Finalrunde ist dann für den 12. September vorgesehen.

Der MTV-Kader in Berlin: Martin Theuner, Christoph Kuwert-Behrenz, Till Barthel, Nadiem Atiq, Jonas Biniek, Finn Strigan.

Ein Beitrag aus der WN vom 03.082020, Seite 20

Share

Kontakt zur Sparte

Thumbnail
Dieter Biniek
faustball@mtv-vorsfelde.de