Vorsfeldes Faustballer verpassen hauchdünn den Zweitliga-Titel

15 September 2020

Vorsfelde
Vizemeister in der 2. Bundesliga Nord: Gian Rudolph und der MTV Vorsfelde.Foto: Boris Baschin

 

Das Endspiel gab’s direkt zu Beginn des Finalturniers – MTV-Coach: „Danach war leider die Luft raus“

 

Brettorf. Vier Teams hatten sich an zwei parallelen Vorrunden-Spieltagen für die Final-Runde qualifiziert. Neben Gastgeber TV Brettorf und Vorsfelde waren das der Ohligser TV und der „altbekannte Erzrivale SV Armstorf“, so MTV-Trainer Frank Kuwert-Behrenz, der urlaubs- und berufsbedingt nicht auf die Top-Besetzung zurückgreifen konnte.

Für Till Barthel und Christoph Kuwert-Behrenz rutschten neben Martin Teuner, Gian Rudolph, Jonas Biniek, Nadiem Atiq, Florian Franke und Florian Hartung in den Kader.

„Dramaturgisch war die Ansetzung der Spielpaarungen unglücklich“, sagte Frank Kuwert-Behrenz. Denn: Gleich zu Beginn traf Vorsfelde auf Armstorf. „Schnell wurde auch dem letzten Zuschauer bewusst, dass hier das vorgezogene Endspiel stattfand, und auch die Protagonisten erkannten die Brisanz und waren sofort auf Ballhöhe“, so der MTV-Trainer.

In einem fast 90-minütigen Match wurde sich nichts geschenkt. Der MTV eroberte sich Satz eins deutlich mit 11:6, musste aber ebenso klar Durchgang zwei mit 4:11 an Armstorf abgeben. Erstliga-reif war dann, was beide Teams im dritten Satz aufs Feld zauberten. „Da wurde alles geboten, was diesen Sport auszeichnet und attraktiv macht“, schwärmte Frank Kuwert-Behrenz. Sehenswerte Spielzüge auf beiden Seiten sorgten immer wieder für Applaus auf den Rängen. Das Beste aus MTV-Sicht: Mit 14:12 ging der Satz an Vorsfelde.

Armstorf war unter Zugzwang, musste nachlegen – und legte nach: Ein 5:11 schickte Vorsfelde in den Entscheidungssatz. Es entwickelte sich ein Spiel auf absolutem Top-Niveau. Beim Seitenwechsel lag Vorsfelde noch mit 6:5 vorn, doch bis zum 8:8 setzte sich kein Team ab. Vorsfeldes Problem: „In dieser Phase haben wir zu viele Angriffe benötigt, um zu punkten und ein, zwei, schlecht vorbereitete Angriffe kosten dann auf diesem Niveau die entscheidenden Punkte und den Sieg.“

Armstorf blieb konstant und der MTV hatte mit 8:11 das Nachsehen – 2:3. Das vorweggenommene Endspiel ging verloren. „Ohne überheblich klingen zu wollen, danach war leider die Luft raus“, so der MTV-Coach. Sowohl Armstorf als auch Vorsfelde gaben sich wie erwartet im Rest-Programm keine Blöße. Mit jeweils einem abgegebenen Satz wurden die Spiele gegen TV Brettorf und den Ohligser TV souverän, allerdings auch spannungsfrei nach Hause gebracht.

So gab’s für Vorsfelde den Vizetitel in der 2. Liga Nord in einer Saison, in der es weder Auf- noch Absteiger gibt – und eine Erkenntnis: „Auch der zweite Anzug hat gepasst. Die ‚alten Herren’ können es eben noch“, so der Coach.

Wolfsburger Allgemeine, Seite 26, 15.09.2020

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Dieter Biniek
faustball@mtv-vorsfelde.de