31:31! Vorsfelde holt Keeper und verliert Punkt

12 October 2020

Vorsfelde
Daniel Heimann

 

Stadtoldendorf. Nach dem furiosen 31:16-Erfolg zum Saisonstart mussten die Oberliga-Handballer des MTV Vorsfelde beim ersten Auswärtsspiel der Saison bereits den ersten Punktverlust hinnehmen. Beim TV Stadtoldendorf kam der MTV nicht über ein 31:31 (17:15) hinaus. Mit dabei war überraschenderweise auch ein neuer Torhüter – Fabian Piatke steht für die kommenden Wochen unter Vertrag.

Stadtoldendorfs Fans machten von Beginn an ordentlich Stimmung, mit der emotional geladenen Atmosphäre kamen die Gastgeber zum Start besser zurecht – nach fünf Minuten stand für Vorsfelde ein 1:5-Rückstand zu Buche. Das Team von Trainer Daniel Heimann schüttelte sich in der folgenden Auszeit kurz, bis zur Pause war das Spiel gedreht. Bereits in der ersten Hälfte erkennbar, in der zweiten Halbzeit aber noch deutlicher: Es fehlte dem MTV ein bisschen an Glück und Konsequenz. Etliche Stadtoldendorfer Angriffe hatte Vorsfelde mit starker Defensivleistung bereits ins Zeitspiel gezwungen, zu selten schlug das Heimann-Team daraus auch Kapital. Entweder landeten die Abpraller der erzwungenen Würfe wieder beim TV oder der unermüdliche Kampf im Eins-gegen-eins des Heimteams führte letztendlich doch noch zum Tor – Vorsfelde schaffte es nicht über den Berg.

Letztendlich, erklärt Heimann, müsse sich sein Team auch über den einen Punkt freuen: „Das Glück war einfach nicht auf unserer Seite. Ich sehe es positiv, wir haben uns einen Punkt erkämpft und trotz einiger Rückschläge in der zweiten Halbzeit nicht aufgesteckt.“ Sinnbildlich für das Vorsfelder Spiel war der Ausgleichstreffer von Stadtoldendorf – acht Sekunden waren da noch zu spielen. Die MTV-Abwehr bekam einen Finger an den Ball, von dort abgefälscht trudelte der Ball unhaltbar ins Tor. Heimann: „Der Knoten wollte einfach nicht platzen.“

Mit Towart Piatke reagierte Manager André Frerichs überraschend doch noch auf den Ausfall des geplanten Torhüter-Tandems aus Thomas Krüger und Nick Weber. Durch die Verpflichtung vom drittligaerfahrenen Piatke soll Notfällen vorgebeugt werden, erklärt er: „Er war nach seiner Zeit vom VfL Fredenbeck noch vereinslos und stand uns so glücklicherweise so kurzfristig zur Verfügung. Er soll uns helfen bis unsere Torhüter wieder fit werden. Nur mit Julian Zwengel und Torhütern aus der zweiten Mannschaft spielen, das war mir zu riskant, denn man weiß nie, was noch passiert. So haben wir ein Sicherheitsnetz.“

MTV: Piatke, Zwengel – Schwarz, Aselmann, J. Thiele, Hartfiel (14), Günther, Mbanefo (2), M. Thiele (3), Schilling, Donker, Hoffmann (5), Nowak (7), Frädermann.

Wolfsburger Allgemeine, Seite 28, 12.10.2020

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