Das Wolfsburger Derby soll kurz vor Weihnachten stattfinden

30 July 2020

Die Handball-Saison nimmt Formen an. Pilmayer hört in Vorsfelde auf.

Lars Hoffmann (mit Ball) und der MTV Vorsfelde starten Anfang Oktober mit einem Heimspiel gegen die HSG Plesse-Hardenberg in die Oberliga-Saison.                                              <b>Helge Landmann</b>                                              regios24

Lars Hoffmann (mit Ball) und der MTV Vorsfelde starten Anfang Oktober mit einem Heimspiel gegen die HSG Plesse-Hardenberg in die Oberliga-Saison. 

Márta Pilmayer ist nicht mehr Trainerin der MTV-Frauen.                                              <b>archiv</b>

Márta Pilmayer ist nicht mehr Trainerin der MTV-Frauen. 

Wolfsburg Die Saison 2020/21 nimmt Formen an. Nachdem die Ligen-Einteilungen veröffentlicht wurden, steht nun der Spielplan fest. Die Oberliga-Handballer des MTV Vorsfelde und VfB Fallersleben sowie die Handballerinnen des VfL Wolfsburg starten mit Heimspielen am ersten Oktober-Wochenende in die Saison, für die Landesliga-Handballerinnen des MTV Vorsfelde geht es drei Wochen später und mit neuem Coach los.

Vor wenigen Wochen noch hatte VfL-Trainer Oliver Bült die Befürchtung geäußert, erst im November in den Spielbetrieb einsteigen zu dürfen. „Das wäre ein Monat mehr Pause gewesen“, sagt Bült. Nun gab es Entwarnung. Auch die Oberliga-Frauen starten Anfang Oktober in die neue Saison. „Wir sind erleichtert“, betont Bült.

Am Feiertags-Wochenende des 3. Oktobers geht’s für sein Team los. Erster Gegner ist mit dem SC Germania List ein Aufsteiger. Dann gastiert der VfL bei der HSG Schaumburg-Nord. Schon an Spieltag 4 treffen die Wolfsburgerinnen auf den zweiten Aufsteiger, den MTV Geismar. „Unser Auftaktprogramm ist relativ leicht“, erklärt Bült. „Das bedeutet aber nicht, dass wir es einfach haben werden. Germania List, Schaumburg und Geismar sind nur die etwas schwächeren von zehn sehr starken Gegnern. Die Liga ist enorm gut.“ Die Aufsteiger List und Geismar könnten sogar gefährlichere Kontrahenten darstellen als so manches etabliertes Team.

Zu erwarten ist jedoch, dass die Topteams der vergangenen Spielzeit auch in der kommenden oben mitmischen werden. Dazu zählen Eintracht Hildesheim, der MTV VJ Peine, der MTV Rohrsen – auf die der VfL in der Rückrunde in drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen trifft. „Das werden harte Wochen“, sagt Bült. Abzustimmen ist noch, wie die Wolfsburgerinnen ihre Heimspiele terminieren. Bülts Wunsch ist, dass erste und zweite Mannschaft stets an einem Tag spielen – möglichst sonntags. Gemeinsam mit Co-Trainer Marco Pagel betreut Bült beide Teams.

Die Männer-Oberligisten MTV und VfB haben ihre Heimspielzeiten bereits gesetzt. Vorsfelde bleibt bei samstags um 18.30 Uhr, in Fallersleben soll es fortan samstags um 19 Uhr losgehen. „18.30 Uhr ist familienfreundlich und liegt so, dass man vom Fußball kommend es gut in die Halle schafft“, erklärt Vorsfeldes Trainer Daniel Heimann. Zu Terminüberschneidungen der beiden Lokalrivalen wird es nur zu Saisonbeginn kommen.

Vier Heimspiele werden der MTV und VfB zeitgleich austragen. Weil die Hallen gerade im Herbst aber ohnehin nicht ausgelastet werden dürfen, sieht man weder in Vorsfelde noch in Fallersleben ein Problem darin. „Der Verband hat das vernünftig geplant“, sagt Uwe Wacker, Sportlicher Leiter des VfB. „Wichtig ist, dass wir nicht durchgehend zeitgleich spielen.“ Das erste Wolfsburger Lokalderby zwischen MTV und VfB steigt am 19. Dezember im Vorsfelder Eichholz. Das Rückspiel ist am 8. Mai. „Das werden Spiele, die wir genießen wollen“, betont Wacker. „Das ist wie HSV gegen St. Pauli.“

Eine besondere Herausforderung für die Oberligisten wird die Spielplanfülle. Die Saison ist vier Wochen kürzer als sonst und die Liga um ein Team erweitert, bedeutet: Volles Programm. „Das wird intensiv“, warnt Heimann. „Wir spielen von Oktober bis Juni durch, viele freie Wochenenden gibt es nicht.“ Doch beklagen wolle man sich nicht. „Ich habe von Staffeln mit 18 Teams gelesen“, sagt Heimann. Wacker: „Wir sind froh, dass die Saison überhaupt stattfindet. Mit der Belastung können wir umgehen.“

Heimann und sein Trainerkollege Mike Knobbe werden sich vor allem in der Trainingsplanung üben müssen. „Ich werde eher entlasten und mal den Fuß vom Gas nehmen in der Woche“, betont Heimann. Das ist auch das Ziel der Hoffmannstädter. „Unser Coach ist gefragt, die Einheiten zu dosieren und Einsatzzeiten zu verteilen“, so Wacker.

Weniger lang, aber ähnlich kompakt ist die Saison der Landesliga-Frauen Vorsfeldes. Der MTV ist in die Ost-Staffel der sechs Landesligen mit elf Teams eingeordnet worden. Mit der SG Südkreis Clenze, dem TuS Oldau Ovelgönne und der HSG Lachte/Lutter stellen sich den Vorsfelderinnen völlig neue Gegner. Saisonstart ist der 24. Oktober, wenn Edemissen im Eichholz gastiert. Auf der Trainerbank wird dann Stefan Schönfeldt sitzen. Schönfeldt coachte zuletzt die SG Sickte/Schandelah und ersetzt Aufstiegstrainerin Márta Pilmayer.

Einen Beitrag aus:

WN vom 30.07.2020, S. 26.

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