Handballer unter Zugzwang

27 November 2019

Oberligist MTV Vorsfelde will raus aus dem Ergebnis-Loch

Die Handballer aus der Eberstadt stehen unter Druck. Wenn sie im Titelrennen weiter ein Wörtchen mitsprechen wollen, muss ein Sieg her.

Mehr Ergebniskrise als spielerischer Notstand: Mit den jüngsten Auftritten war man beim MTV Vorsfelde einverstanden, doch die Erfolge blieben aus. Jetzt wollen die MTV-Handballer endlich wieder siegen. Gegen den Oberliga-Zehnten HV Barsinghausen stehen die Zeichen auf Heimerfolg.

Einen Punkt nahmen die Vorsfelder aus den vergangenen beiden Partien mit. Gegen die Sportfreunde Söhre setzte es eine schmerzhafte Heimniederlage, die Begegnung mit dem MTV Großenheidorn endete unentschieden. Nach zuvor sechs Siegen aus sechs Spielen sind das ungewohnte Ergebnisse. Doch beunruhigt ist in Vorsfelde deshalb niemand. „Sorge habe ich nicht“, betont Trainer Daniel Heimann.

Denn die Leistungen stimmten. „Wir haben gegen Söhre unser bestes Saisonspiel gemacht“, sagt Mannschaftsführer Pascal Bock. Der generelle Trend sei positiv. „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Heimann sieht es ähnlich: „Gegen Söhre waren wir im Flow, haben spielerisch überzeugt. Nur leider sind die Tore nicht gefallen.“ Etliche Hunderprozentige ließ der MTV aus. „Latte und Pfosten standen uns im Weg – und unsere eigene Fahrlässigkeit“, sagt Bock. Auch gegen Großenheidorn glänzten die Vorsfelder, zeigten Siegeswillen. Zweimal holten sie deutliche Rückstände auf. „Wir haben uns zurückgekämpft, als es schlecht aussah. Das war ein gutes Gefühl, den Punkt aus Großenheidorn mitzunehmen“, so Bock.

 

Oberligist MTV Vorsfelde will raus aus dem Ergebnis-Loch

VORSFELDE.  Die Handballer aus der Eberstadt stehen unter Druck. Wenn sie im Titelrennen weiter ein Wörtchen mitsprechen wollen, muss ein Sieg her.

Kilian Symalla

26.11.2019 - 20:53 Uhr

Marius Schwarz (beim Wurf) und der MTV Vorsfelde brauchen nach zuletzt zwei sieglosen Spielen gegen Barsinghausen unbedingt einen Erfolg, um im Titelrennen zu bleiben.

Marius Schwarz (beim Wurf) und der MTV Vorsfelde brauchen nach zuletzt zwei sieglosen Spielen gegen Barsinghausen unbedingt einen Erfolg, um im Titelrennen zu bleiben.

Foto: Helge Landmann / regios24

 

Mehr Ergebniskrise als spielerischer Notstand: Mit den jüngsten Auftritten war man beim MTV Vorsfelde einverstanden, doch die Erfolge blieben aus. Jetzt wollen die MTV-Handballer endlich wieder siegen. Gegen den Oberliga-Zehnten HV Barsinghausen stehen die Zeichen auf Heimerfolg.

Einen Punkt nahmen die Vorsfelder aus den vergangenen beiden Partien mit. Gegen die Sportfreunde Söhre setzte es eine schmerzhafte Heimniederlage, die Begegnung mit dem MTV Großenheidorn endete unentschieden. Nach zuvor sechs Siegen aus sechs Spielen sind das ungewohnte Ergebnisse. Doch beunruhigt ist in Vorsfelde deshalb niemand. „Sorge habe ich nicht“, betont Trainer Daniel Heimann.

Denn die Leistungen stimmten. „Wir haben gegen Söhre unser bestes Saisonspiel gemacht“, sagt Mannschaftsführer Pascal Bock. Der generelle Trend sei positiv. „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Heimann sieht es ähnlich: „Gegen Söhre waren wir im Flow, haben spielerisch überzeugt. Nur leider sind die Tore nicht gefallen.“ Etliche Hunderprozentige ließ der MTV aus. „Latte und Pfosten standen uns im Weg – und unsere eigene Fahrlässigkeit“, sagt Bock. Auch gegen Großenheidorn glänzten die Vorsfelder, zeigten Siegeswillen. Zweimal holten sie deutliche Rückstände auf. „Wir haben uns zurückgekämpft, als es schlecht aussah. Das war ein gutes Gefühl, den Punkt aus Großenheidorn mitzunehmen“, so Bock.

Das stimmt positiv. Doch klar ist auch: Vorsfelde hat innerhalb von zwei Wochen drei Punkte auf Spitzenreiter MTV Braunschweig verloren. „Noch einmal sollten wir nicht stolpern“, so Heimann. Die Topteams lassen kaum Zähler liegen. Wer nicht gewinnt, fällt aus der Spitzengruppe. Das will der MTV vermeiden. „Wir wollen unbedingt oben dranbleiben und unsere Position festigen“, sagt Heimann.

Das inoffizielle Ziel: Sich ein Spitzenspiel in Braunschweig und damit ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk bereiten. Am 20. Dezember steigt das Derby zwischen MTV und MTV. In der VW-Halle werden mehrere Tausend Zuschauer erwartet. Bleibt Vorsfelde bis dahin dran an Braunschweig, wäre das Duell nicht nur ein Derby, sondern auch ein Topspiel um die Meisterschaft.

Zwischen Vorsfelde und dem Vorweihnachts-Highlight steht eine Heimspielserie. „Es kommen nun 180 wichtige Minuten, bevor wir an Braunschweig denken dürfen“, sagt Heimann. Barsinghausen macht den Auftakt, dann kommen die Spitzenteams Lehrter SV und HSG Nienburg. Es steht viel auf dem Spiel. „Dafür spielen wir Handball. Auf diese Wochen arbeiten wir hin“, sagt Bock. „Wir genießen diese knappen Dinger.“

Barsinghausen ist der Aufgalopp, die lösbarste der drei Aufgaben. „Wenn alles normal läuft und wir unsere Leistung bringen, gewinnen wir gegen den HV“, erklärt der Vorsfelder Kapitän. Auch Heimann ist optimistisch. Sein Plan: „Wir wollen uns schon in der ersten Hälfte ein Polster verschaffen, damit wir hinten raus nicht zittern müssen.“

Heimann wird gegen Barsinghausen auf Marius Thiele verzichten müssen. Den Rückraumspieler plagen mehrere Blessuren. Tim Tangermann hingegen ist eine weitere Woche näher an seinem Comeback. In Großenheidorn saß er bereits auf der Bank. „Wenn die medizinische Abteilung das Okay gibt, spielt Tim wieder. Aber ein Risiko gehen wir nicht ein“, erklärt Heimann.

MTV Vorsfelde – Barsinghausen , Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Im Eichholz.

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27.11.2019, Wolfsburger Nachrichten

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