Handballerinnen wollen gegen das Schlusslicht punkten

27 November 2019

Pilmayer: MTV-Handballerinnen kommen nicht ins Tempospiel

In der Frauen-Landesliga sind die Vorsfelderinnen aus dem Tritt geraten. Trainerin Pilmayer kennt aber die Lösung fürs Problem.

Die Erfolgsformel ist simpel: Wenn das Tempo stimmt, gewinnt der MTV Vorsfelde seine Spiele. Doch die Umsetzung ist schwierig. Zuletzt strauchelten die Landesliga-Handballerinnen des MTV.

Nun kommt der Tabellenletzte HSG Plesse-Hardenberg II nach Vorsfelde. Endet jetzt die Vorsfelder Niederlagenserie? Das Zwischenhoch ist zwar schon ein paar Wochen her, doch noch nicht so weit zurück, dass es komplett vergessen ist. Vorsfeldes Trainerin Márta Pilmayer weiß noch sehr genau, was ihr Team während des Siegeszugs zwischen Spieltag 4 und 6 anders gemacht hat als zuletzt. „Wir haben damals Geschwindigkeit ins Spiel gebracht“, betont Pilmayer. Ihr Team drückte aufs Tempo. Nach Ballgewinnen ging es sofort in Richtung des gegnerischen Tores. „Wir sind immer wieder in die erste und zweite Welle gekommen, haben sehr schnellen Handball gespielt“, erklärt die Trainerin.

Das gelang in den vergangenen Wochen nicht mehr. Dreimal in Folge gingen die Vorsfelderinnen als Verlierer vom Feld. „In den Partien haben uns die einfachen Tore gefehlt“, sagt Pilmayer. Der MTV fand nicht ins Tempospiel. „Über Gegenstöße waren wir kaum torgefährlich, wir sind zu langsam nach vorne gekommen“, kritisiert Pilmayer. „So holen wir keine Siege.“

Doch woher kommt das Tempo-Problem? Die MTV-Trainerin sieht in der aktuellen Trainingssituation einen Erklärungsansatz. „Wir haben in der Regel nur die halbe Halle zur Verfügung“, sagt Pilmayer. Das schränkt die Möglichkeiten ein. „So können wir die Abläufe von Gegenstößen nicht einstudieren“, erklärt Pilmayer, die deshalb ihrem Team keinen Vorwurf machen will. „Ich kann von der Mannschaft nicht erwarten, dass wir spielerisch ausgereifte Tempogegenstöße laufen, wenn wir die nicht trainieren können.“

Gegen Ligaschlusslicht Plesse-Hardenberg II soll es trotzdem ein Sieg werden. „Wir brauchen die Punkte ganz dringend“, betont Pilmayer. Vorsfelde ist durch die Niederlage gegen Liebenburg-Salzgitter auf Relegationsrang 10 zurückgefallen. „Wir wollen unten raus“, sagt Pilmayer.

Wie schon am Sonntag wird auch diesmal Edyta Kuczynska aushelfen. Fehlen wird Mandy Behrens, die sich einen Bruch in der Hand zuzog und langfristig ausfällt.

MTV Vorsfelde – HSG Plesse-Hardenberg II, Sonntag, 14.30 Uhr, Halle Im Eichholz.

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27.11.2019, Wolfsburger Nachrichten

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