MTV-Handballer in doppelter Unterzahl zum Unentschieden

25 November 2019

MTV Vorsfelde: In doppelter Unterzahl den Punkt entführt

Der MTV Vorsfelde spielt in der Handball-Oberliga 31:31 bei Drittliga-Absteiger Großenheidorn.

Ein „Crunchtime“-Team ist eines, das auch in doppelter Unterzahl in letzter Minute noch den Ausgleich schafft – so wie der MTV Vorsfelde bei Drittliga-Absteiger MTV Großenheidorn. Yannik Schilling warf die Eberstädter noch zum Remis (31:31, Halbzeit 13:17) beim Oberliga-Siebten.

Die Vorsfelder setzten um, was die Trainer Daniel Heimann und Jürgen Thiele ausgeheckt hatten. „Unser Matchplan bestand darin, viel aus dem Rückraum zu machen“, erklärte Chefcoach Heimann. Herausragend zu Spielbeginn: Nachwuchsmann Thorben Günther. Der lange Rechtshänder traf in den ersten zehn Minuten dreimal und sorgte dafür, dass die Vorsfelder zwischenzeitlich mit 3:1 und 6:5 führten. „Thorben hat super angefangen“, lobte Heimann.

Mitte des ersten Durchgangs mehrten sich die Ungenauigkeiten im Spiel der Gäste. „Wir haben uns viele Abspielfehler geleistet“, berichtete Heimann. „Teilweise haben wir den Gegnern den Ball in die Hand geworfen.“ Die Vorsfelder agierten ungewohnt unsicher im Passspiel. „Eigentlich haben meine Jungs ein gutes Auge. Aber es gibt Tage, an denen klappen solche Dinge nicht“, sagte Heimann. Großenheidorn setzte sich bis auf vier Tore Vorsprung ab (12:8), den das Heimteam mit in die Pause nahm.

In Halbzeit 2 blieb es zunächst bei der Führung von drei bis vier Toren. In der 39. Minute verkürzten die Vorsfelder erstmals auf zwei Treffer Rückstand. Kurz darauf gelang Bert Hartfiel der Ausgleich für die Gäste (22:22), Marius Schwarz sorgte für die erste Führung (23:22) seit Minute 12. Großenheidorn konterte und glich seinerseits aus. Nur Sekunden später mussten mit Hartfiel und Schilling gleich zwei Vorsfelder mit Zweiminuten-Strafen runter. Der MTV spielte fast 100 Sekunden in doppelter Unterzahl. „In der Phase haben wir eine tolle Moral gezeigt“, betonte Heimann. Sein Team ging mit einem 1:1 aus den Unterzahl-Minuten heraus. Den nächsten Vier-Tore-Rückstand handelten sich die Vorsfelder im Sieben-gegen-sieben ein. Nach 52 Minuten lagen sie mit 26:30 zurück. „Jede andere Mannschaft hätte da aufgesteckt“, sagte Heimann. „Der zweite klare Rückstand hätte es sein müssen für Großenheidorn.“

Doch nicht so gegen Vorsfelde. Die Eberstädter berappelten sich, mobilisierten nochmal alle Kräfte und schoben einen Schlussspurt an. „Ein zweites Mal so zurückzukommen, ist schon stark“, sagte Heimann. Tor um Tor kämpften sich die Gäste heran. Die Außen Lars Hoffmann und Marius Schwarz trafen je einmal, Rückraumspieler Hartfiel zweimal. In der 58. Minute stand es 30:30. Dann gab es die nächsten Zeitstrafen für Vorsfelde – zwei von insgesamt neun. „Es war ganz schwierig, sich auf die Schiedsrichter einzustellen, für beide Mannschaften“, erklärte Heimann.

Die letzten zwei Spielminuten musste sein Team in erneut doppelter Unterzahl bestreiten. Den 30:31-Rückstand glich Schilling 26 Sekunden vor Spielende aus. „Das war ein tolles Finish“, sagte Heimann. „Für uns ist das Remis ein gewonnener Punkt. Wir haben bei einem starken Gegner vor großer Kulisse einen Zähler entführt.“

MTV Vorsfelde: Wilken, Krüger – Schwarz (2), Kühlbauch (5), Tangermann, J. Thiele, Herda (1), Hartfiel (6), Bock (3), Bangemann, Günther (3), M. Thiele (4), Schilling (1), Hoffmann (6)

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25.11.2019, Wolfsburger Nachrichten

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