MTV-Handballer vor Spitzenspiel-Woche

13 November 2019

MTV-Spitzenspiel-Wochen in der Handball-Oberliga beginnen

Zum Duell Dritter gegen Vierter laden die Vorsfelder Männer am Samstag ins Eichholz ein. Die weiße Weste soll keinen Fleck bekommen.

Findungsphase war gestern, jetzt ist Titelrennen. Die Oberliga-Handballer des MTV Vorsfelde stehen vor der ersten echten Bewährungsprobe der jungen Saison. Am Samstag gastieren die Sportfreunde Söhre (Platz 4/12:2 Punkte) in der Eberstadt. Das Duell ist das erste von mehreren Spitzenspielen, die dem MTV (Rang 3/12:0 Punkte) bis Weihnachten bevorstehen.

Wirklich glänzen können haben die Vorsfelder bisher kaum. In Ansätzen überzeugte der MTV. Mal funktionierte es offensiv gut, mal stand die Abwehr sicher. Doch auf einen makellosen Gala-Auftritt seines Teams wartet Coach Daniel Heimann noch. Nun wäre wahrscheinlich der Zeitpunkt gekommen, einen solchen abzurufen. Denn Söhre ist das erste Spitzenteam, auf das der MTV trifft. „Das ist der erste große Test“, sagt Vorsfeldes Kapitän Pascal Bock.

Weitere werden sehr bald folgen. Noch vor der Weihnachtspause trifft der MTV auf Nienburg, Lehrte und den MTV Braunschweig. „Jetzt kommen die Wochen, für die wir in der Vorbereitung gearbeitet haben, die Spiele, die wir uns durch unseren Saisonstart verdient haben“, betont Heimann. „Nun zeigt sich, wo wir stehen und wie gut wir sind.“

Höhepunkt der Topspiel-Wochen ist das Duell mit dem MTV. Braunschweig wird für die Partie in die VW-Halle umziehen. Die Kulisse allein ist etwas ganz Besonderes. Doch noch sei nicht die Zeit, darüber nachzudenken, warnt Bock. „Das ist alles noch weit weg.“ Der Mannschaftsführer will den Fokus aufs Hier und Jetzt richten. „Wenn wir nun unsere Spiele nicht gewinnen, ist die Begegnung in Braunschweig wertlos“, mahnt Bock. „Was zählt, ist das nächste Spiel.“ Der MTV-Spielführer fordert maximalen Willen. Zufriedenheit ob der bereits sechs errungenen Siege will Bock nicht einkehren lassen. „Wir dürfen nicht nachlassen, nicht weniger machen.“ Im Gegenteil: „Wir müssen eine Schippe drauflegen, auch im Training.“ Was bisher zu Siegen gereicht hat, könnte schon gegen Söhre, spätestens gegen Lehrte oder Braunschweig zu wenig sein.

Die Sportfreunde macht vor allem eines gefährlich: der bärenstarke Rückraum. Auf der Mitte führt Maximilian Kolditz Regie, auf den Halbpositionen agieren die Brüder Niklas und Yannik Ihmann. „Das ist einer der besten Rückräume der Liga“, betont Bock. Die Ihmanns und Kolditz zeichnen verantwortlich für 114 von 186 Toren, die Söhre bisher erzielt hat – das sind fast zwei Drittel. „Diese Dreier-Kombi ist superstark und eingespielt“, sagt Bock. Die Besonderheit des SF-Angriffsspiels: „Die Söhrer spielen ungewöhnlich lange, geduldige Kreuzungen. Der Ball läuft so lange, bis sie eine Lücke sehen“, erklärt Bock. Für die Söhrer Gegner bedeutet das viel Aufwand. „Das ist Schwerstarbeit“, betont Heimann. „Wir werden ans Limit gehen müssen, besonders, was die Beinarbeit und Beweglichkeit angeht.“

Darauf stellt sich auch Abwehrspezialist Bock ein, der im Mittelblock die MTV-Defensive zusammenhält, und sagt: „Die Absprache und Kommunikation werden entscheidend sein. Wir müssen aufmerksam übergeben und übernehmen.“ Defensiv stellt Söhre gerne mal eine 5:1-Deckung. Auch das ist besonders. „Wir sind gefordert, kreativ zu spielen, Lösungen zu suchen“, erklärt Heimann.

Ein Vorteil, den der Coach für sein Team sieht, ist die Tiefe der Bank. Vorsfelde kann nahezu ohne Leistungsabfall wechseln. „Söhre hat eine starke ersten Sieben“, sagt Heimann. Auf der Bank jedoch sei der MTV besser besetzt. Des Trainers Plan: „Wir wollen konditionell Druck auf Söhre ausüben.“

MTV Vorsfelde – SF Söhre,
Samstag, 18.30 Uhr, Halle Im Eichholz.

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13.11.2019, Wolfsburger Nachrichten

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