MTV ist auf Rhythmus-Suche in der Oberliga

12 February 2020

Handball-Oberliga Nach der Pause kommt der TV Jahn Duderstadt.

 

Vorsfelde Wie schnell kann Vorsfelde wieder Fahrt aufnehmen? Zwei spielfreie Wochenenden liegen hinter den Oberliga-Handballern des MTV, nun geht’s weiter mit einem Heimspiel gegen den TV Jahn Duderstadt – das Team des aktuell besten Torschützen der Liga.

Der Spielplan macht es den Eberstädtern in dieser Saison nicht leicht. Einmal im Rhythmus, steht die nächste Pause an. Im Oktober hatten die Vorsfelder bereits vier Wochen aussetzen müssen, über die Weihnachtstage sowieso und nun nochmal an den ersten beiden Februar-Wochenenden. „Wir haben insgesamt zu viele Pausen in der laufenden Spielzeit“, sagt MTV-Mittelmann Marius Herda. „Wir hatten gerade drei Spiele im neuen Jahr und mussten wieder aussetzen.“ Teamkollege Marius Thiele sieht es ähnlich: „Der Spielplan ist sehr kleinstückig. Mal ein Wochenende die Füße hochlegen zu können, ist in Ordnung. Aber wir pausieren wochenlang.“

Ein Matchrhythmus lässt sich so nicht finden. „Pausen bringen einen aus dem Tritt“, klagt Thiele. Das war vor allem nach der Oktober-Pause ein Problem. „Wir hatten große Mühe, wieder reinzufinden“, erinnert sich der Halblinke. Einen Stotterstart wie im November wollen die Vorsfelder diesmal nicht hinlegen. Trainer Daniel Heimann hat das Team deshalb ordentlich gefordert. „Wir haben richtig reingehauen, voll durchtrainiert“, berichtet Thiele.

Der Fokus lag auf dem Angriffsspiel, denn das lahmte. „Wir haben an den Stellschrauben gedreht, Spielzüge vertieft“, erklärt Herda. Neues kam nicht hinzu, das Bekannte sollte gefestigt werden. „Wir haben uns zwei, drei Abläufe genommen und die im Detail einstudiert“, sagt Thiele. „Die Laufwege sollten nun stimmen.“ Spielmacher Herda kann der Pause daher sogar Positives abgewinnen. „Vielleicht war es mal ganz gut, dass wir uns in zwei Trainingswochen nur auf uns konzentrieren konnten und nicht auf einen Gegner vorbereiten mussten.“

Mittlerweile, vier Tage vor dem Duderstadt-Heimspiel, denken die Vorsfelder auch wieder über Kontrahenten nach. Mit dem TV Jahn kommt ein Aufsteiger zum MTV, den die Eberstädter im Hinspiel ausgesprochen sicher im Griff hatten. „Das war unsere konzentrierteste Saisonleistung. Wir standen defensiv gut und haben unsere Chancen genutzt“, sagt Herda. Vor allem hatte der MTV Justin Brand unter Kontrolle. Brand ist mit bisher 120 Toren in 15 Spielen der torgefährlichste Schütze der Liga. Im Hinspiel kam er kaum zum Zug, blieb mit sechs Treffern unter seinem Schnitt. Zu verdanken war das auch MTV-Torhüter Timon Wilken, der mehrere Paraden zeigte. „Wir konnten Brand klein halten“, sagt Herda. Auch im Rückspiel wollen es die Vorsfelder ohne Sonderbewachung gegen Brand lösen. „Wir spielen keine Manndeckung, sondern setzen auf unsere 6-0“, betont Thiele. „Die ist stark genug.“ kis

MTV Vorsfelde – TV Jahn Duderstadt Samstag, 18.30 Uhr, Sporthalle im Eichholz.

 

WN 12.02.2020 Sport

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