Treffen der Top-Torjäger

14 November 2019

Treffen der Top-Torjäger:

Wird’s eine „Abwehrschlacht“? Handball-Oberliga: Vorsfelde erwartet Söhre – Hoffmann, Ihmann und 391 Treffer

Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) haben die Oberliga-Handballer des MTV Vorsfelde die SF Söhre zu Gast. Es ist nicht nur das Duell Dritter gegen Vierter, sondern auch das Aufeinandertreffen der beiden besten Torschützen der vergangenen Saison.

Fünf Tore trennten beide

Am Ende fehlten fünf Tore – Vorsfeldes Lars Hoffmann beendete die Saison 2018/19 mit 193 Treffern in 26 Spielen, ein Schnitt von fast siebeneinhalb Toren pro Partie. Besser war nur einer: Söhres Yannik Ihmann sicherte sich mit 198 Treffern den ersten Platz in der Torschützentabelle. Ihmann spielt auf der linken Rückraumseite, Hoffmann wirbelt auf Linksaußen, beide sind die etatmäßigen Siebenmeterschützen ihres Vereins. Zusammen kamen sie auf 391 Tore – Wahnsinn.

Den besseren Start in die Saison erwischte Hoffmann. Zwar hat Ihmann mit 44 Treffern drei mehr auf dem Konto als der junge Vorsfelder, doch hat Hoffmann auch zwei Spiele weniger absolviert – sein Toreschnitt von 8,2 wird ligaweit nur von Duderstadts Justin Brand (8,5) übertroffen.

Dass am Samstag die Ihmann-Hoffmann-Show steigt, glaubt MTV-Trainer Daniel Heimann allerdings nicht: „Es wird ein kurzes Abtasten geben, dann erwarte ich eine Abwehrschlacht.“ Söhre deckt etwas offensiver als Vorsfelde, der MTV agiert grundsätzlich aus einer Sechs-Null Formation. Zwar gäbe es Alternativen, die präziser auf den Söhrer Rückraum zugeschnitten wären, doch will Heimann die Stärke des eigenen Teams nutzen: „Wir wollen aus unserer gewohnten, abgestimmten Deckung heraus agieren und mit unserer personellen Variabilität zum Erfolg kommen.“

Bei Problemen, schränkt Heimann ein, könne er aber immer reagieren: „Natürlich habe ich auch Alternativen in meiner Werkzeugkiste. Wenn es im Verlauf des Spiels gefährlich wird, werde ich Maßnahmen ergreifen.“

Gefahr bei Geschwindigkeit

Gefährlich ist Hoffmann vor allem, wenn das Spiel Geschwindigkeit aufnimmt – kann der MTV mit seiner starken Defensive für Ballgewinne sorgen, könnte es trotz des Fokus auf die Defensive etliche Hoffmann-Tore geben. „Von wem sie sind, ist egal. Hauptsache ist, dass wir am Ende eins mehr haben, als der Gegner.“

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14.11.2019, WAZ, Seite 32

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