Vorsfelde: Torwart Nummer 3 ist jetzt gefragt

12 October 2020

Handball-Oberliga: Zwengel ist der einzig fitte Keeper und die Ruhe selbst – Weber fehlt acht Wochen, Krüger mindestens ein Spiel

Vorsfelde
Freut sich auf die Herausforderung: Julian Zwengel ist in Vorsfelde (am Ball) als dritter Torwart eingeplant, jetzt ist er der einzig fitte Keeper, machte seine Sache beim Auftaktsieg gut.

 

Vorsfelde
Julian Zwengel
Vorsfelde
Nick Weber

Vorsfelde. Eigentlich war Torhüter Julian Zwengel beim Handball-Oberligisten MTV Vorsfelde als dritter Torhüter eingeplant. Zwei Ausfälle später ist er aber der einzige noch fitte Keeper im Vorsfelder Kader. Zwengel freut sich auf die Herausforderung.

Dass Thomas Krüger dem MTV am vergangenen Wochenende verletzungsbedingt fehlen würde, war klar. So hätte wohl der Zweitliga-erfahrene Neuzugang Nick Weber einen Großteil des Spiels zwischen den Pfosten gestanden – nach einem Muskelfaserriss beim Warmmachen wurde aber auch daraus nichts. Zwengel musste ran und machte seine Sache beim 31:16 über 60 Minuten gut.

Mit der HSG Plesse-Hardenberg ging es ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein. Während seines Studiums und Referendariats (Zwengel ist hauptberuflich Rechtsanwalt) spielte er für drei Saisons im Raum Göttingen. „Ich kenne den Trainer und einige der Jungs, das war natürlich schön“, so Zwengel.

Sein Einsatz kam zwar überraschend, aus der Ruhe bringen ließ sich der 31-Jährige aber nicht, erklärt er: „Es ist ja nicht so, als würde ich erst seit gestern Handball spielen, das war überhaupt kein Problem. Außerdem hatten wir eine bombenstarke Abwehr und mit Plesse-Hardenberg auch noch nicht den allerstärksten Gegner.“

Krüger fehlt noch mindestens eine Partie, Weber sogar die nächsten acht Wochen – auch am kommenden Samstag (18 Uhr) beim TV Stadtoldendorf wird Zwengel also eine Menge zu tun bekommen. „Genau für solche Fälle bin ich als Ersatzmann doch da, diese Situation nehme ich jetzt gerne an.“ Sobald Krüger wieder fit ist, erklärt Zwengel uneigennützig, habe dieser wieder Anspruch auf den Löwenanteil der Spielzeit: „Ich bin natürlich auch bereit, als zweiter Torhüter 60 Minuten auf der Bank zu sitzen. Ich sehe das ganz entspannt.“

Das Beste aus seiner Zeit auf der Platte machen will er aber trotzdem: „Wir wollen das Spiel in Stadtoldendorf unbedingt gewinnen. Unser Jubel nach dem Sieg im ersten Spiel bringt uns überhaupt nichts, wenn wir jetzt nicht nachlegen.“ Besonders vorbereiten werde er sich auf seinen zweiten Vollzeit-Einsatz in dieser Saison aber nicht, sagt Zwengel: „Die Routine bleibt immer die gleiche. Man muss sich immer so vorbereiten als würde man gleich spielen.“

Wolfsburger Allgemeine, Seite 32, 08.10.2020

 

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