Olympia Verlegung

25 March 2020

So trifft das Tokio-Aus dieheimischen Olympia-Asse

Judoka Scoccimarro und Para-Athlet Grolla begrüßen Entscheid – So sehen sie die Situation

Der Eiertanz war gestern vorbei: Die Olympischen Spiele in Tokio werden 2020 nicht stattfinden, sondern auf 2021 verschoben. Das trifft auch heimische Sportler, darunter Judo-Star Giovanna Scoccimarro und Paralympics-Kandidat Phil Grolla. Sie finden die Verschiebung gut, die allerdings manches verändert.

Die Absage – für die Lessienerin Giovanna Scoccimarro, die für den MTV Vorsfelde startet, kam sie nicht mehr überraschend. „Corona ist jetzt praktisch überall auf der Welt.“ Sie gibt zu: „Ich war lange optimistisch gewesen, hatte gehofft, dass es nicht so schlimm wird, die Olympischen Spiele wie geplant stattfinden.“ Vergangene Woche wurde sie dann von der Realität überrollt. Denn sie war im Trainingslager auf Lanzarote gewesen, auf dem Rückflug hatten sie einen Corona-Verdachtsfall mit im Flugzeug. Nun sitzt Scoccimarro in Heim-Quarantäne mit ihrer Hannoveraner Judo-Stützpunkt-Kollegin Pauline Starke. Scoccimarro: „Wir saßen im Flugzeug weit weg von dem Corona-Fall, uns geht es gut.“

Die Absage für 2020 kann Deutschlands beste Judoka der 70-Kilo-Klasse nachvollziehen. „Es ist besser, die Spiele zu verschieben.“ Zugleich aber tun sich viele Fragen auf. Etwa: Gilt die Qualifikation? Sie gehe davon aus. „Als Sportler weiß man nie, ob die noch einmal gelingt.“ Wird es noch die Chance auf Vorbereitungswettkämpfe geben? Was machen die Aktiven, die noch Normen brauchen? Die VW-Angestellte: „Ich hoffe, dass wir alle gesund bleiben, möglichst schnell dieser Virus bekämpft wird und es bald einen Impfstoff gibt“.

MTV
WAZ, Seite 25, 25.03.2020

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