Scoccimaro´s heiße Phase für Olympia

21 November 2019

Scoccimarro:

Heiße Phase für Olympia

Ein Olympia-Ticket unterm Weihnachtsbaum, das wäre ein Traum. Ganz so einfach geht es nicht für Wolfsburgs beste Judoka und die beste deutsche der Gewichtsklasse bis 70 Kilo. Aber: Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde ist unterwegs, kommt erst zehn Tage vor dem Fest aus Fernost zurück und hat dort zweimal die Chance, ihren Anspruch auf die einzige deutsche Olympia-Fahrkarte in dieser Klasse zu festigen. Los geht es am Samstag beim Grand Slam in Osaka.

Und das wird eine knackige Nummer. Die Lessienerin weiß: „In Japan ist stets viel Elite dabei, dazu viele Sportlerinnen aus dem Gastgeberland.“ Die hatten sich zuletzt bei großen Turnieren rar gemacht, stehen deshalb in den Ranglisten nicht so hoch, wie sie stehen könnten. Scoccimarro: „Japan hat viel mehr Weltklasse-Aktive als die anderen Länder.“ Vier Japanerinnen sind in ihrer Klasse dabei, auf der Setzliste rangieren zwei vor Scoccimarro, die an Nummer 8 steht.

Sie freut sich auf den Grand Slam im Mutterland des Judo, war schon öfter dort, kennt die Verhältnisse gut. Die VW-Angestellte hat ein klares Ziel – so weit wie möglich kommen, Miriam Butkereit (TSV Glinde) die härteste Konkurrentin im deutschen Lager, hinter sich lassen: „Eine Medaille wäre natürlich top.“ Ein direktes Duell gegen Butkereit wäre möglich. Rund 600 Punkte Vorsprung in der Olympia-Rangliste hat sie. Das ist gut, aber auch gut aufzuholen.

Nach dem Wettkampf bleibt die deutsche Delegation, die gestern losflog, noch in Japan zum Training, dann geht es nach China, wo vom 12. bis zum 14. Dezember das World Masters steigt.

21.11.2019, WAZ, Seite 29

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