Scoccimarro; Donnerstag soll es zurück gehen

18 March 2020

Scoccimarro ist noch nicht zu Hause

Judo: Wegen Corona ist die Lessienerin noch auf Lanzarote – Donnerstag soll es zurück gehen

Am vergangenen Samstag war die Rückreise nach Deutschland geplant, doch aufgrund der Corona-Lage in der Heimat trainiert Judo-Ass Giovanna Scoccimarro auch heute noch auf Lanzarote. Warum der verlängerte Aufenthalt nun doch einen Tag früher endet, hat auch mit der Pandemie zu tun.

Im Trainingslager gilt die Konzentration der Grundlagenausdauer und den Kraftwerten für das Saisonhighlight Olympia in Tokio. „Wir haben hier super Wetter, uns geht’s gut“, hatte die Lessienerin vergangene Woche berichtet. Das Thema Corona war da auf der Kanarischen Insel aber auch schon angekommen. Es wurde immer größer – und hat nun Einfluss auf die Abreise des Judo-Asses (bis 70 Kilogramm) vom MTV Vorsfelde.

Eigentlich sollte es am 14. März zurück nach Deutschland gehen. Doch es kam anders: „Das Trainingslager wurde verlängert, weil vergangene Woche Donnerstag, Freitag die Lage auf Lanzarote viel besser war als in Deutschland und es in der Heimat immer schlimmer geworden ist“, berichtet Scoccimarro.

Es wurde umgebucht, nun sollte es am Freitag zurückgehen. Doch der Flug wird einen Tag vorgezogen. „Weil wir Angst haben, dass wir nicht mehr ausreisen dürfen und auch nicht mehr in Deutschland einreisen dürfen“, so die Lessienerin.

Für sie hat es sich die Lage vor Ort „auch drastisch verändert. Wir sind zwar im Club La Santa in einem großen Sporthotel, dürfen das Hotelgelände aber gar nicht verlassen. Das ist schon ein großer Unterschied“, berichtet die 22-Jährige. Das Training laufe ansonsten ganz gut. Ausnahme: „Wenn wir Lauftraining haben, dann müssen wir hier eine Stunde im Kreis auf der Tartanbahn laufen. Das ist ein bisschen öde.“

In Sachen Austragung der Olympischen Spiele in Tokio (sollen am 24. Juli starten) bleibt Scoccimarro, die übrigens das Cover der März-Ausgabe des Judo-Magazins ziert, optimistisch: „Ich mache mir keine Sorgen, gehe davon aus, dass alles wie geplant stattfinden wird.“

MTV
WAZ, Seite 27, 18.03.2020

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