2021 bis 2023 laufen Bauarbeiten im Schulzentrum Vorsfelde

13 October 2020

Sanierung von Hagelschäden und von zwei Sporthallen wird voraussichtlich 18 Millionen Euro kosten

Vorsfelde
Vorsfelder Schulzentrum: Hier stehen aufwendige Sanierungsarbeiten an.

 

Vorsfelde. 19 Millionen Euro kosteten einst Anbau und Teilsanierung im Vorsfelder Schulzentrum im Eichholz (Bauzeit 2010 bis 2012). Weitere 18 Millionen Euro werden ab 2021 verbaut. Diesen Betrag hat die Wolfsburger Schulmodernisierungs-Gesellschaft (WSM) für den erweiterten Brandschutz, die restlose Beseitigung der Hagelschäden von 2013 und – zu einem großen Teil – für die dringend notwendige Sanierung der beiden Sporthallen eingeplant. Die Hallen werden auch von Vereinen genutzt. Vor allem die Handballsparte des MTV fiebert, nicht nur im Oberliga-Team, der Fertigstellung entgegen.

„Die Fachplaner der verschiedenen Bereiche arbeiten bereits intensiv an der Planung der nächsten Schritte, um die angestrebten Ziele zu erreichen“, so Stadtsprecherin Christiane Groth. Im Frühjahr 2021 werden voraussichtlich sicht- und hörbar Arbeiten beginnen; bis Ende 2023 soll alles fertig sein.

Mittlerweile konnten die baufachlichen Entwurfsplanungen und im September auch notwendige vertragsrechtliche Vorarbeiten abgeschlossen werden. Sowohl die Schulmodernisierungsgesellschaft als auch die Stadt Wolfsburg und das Land Niedersachsen waren in dem Verfahren beteiligt (ÖPP/ÖÖP-Modell).

Und als deutlich wurde, dass die Maßnahme 3,5 Millionen Euro zusätzlich kostet, wenn mehr gemacht werden soll als nur ein Netz unter eine sonst Ballsport-untaugliche Decke zu hängen, musste nachverhandelt werden. Jetzt geplant: neue Decken inklusive Beleuchtung, neue Fenster, neuer Boden, neue Prallwände und eine Sanierung der Umkleidekabinen.

„Wir sind auf der Zielgeraden“, freut sich Werner Reimer, bis 2019 Vorsitzender des MTV, CDU-Ortsratsmitglied und seit Jahrzehnten Fürsprecher der Hallensanierung. Am 9. Dezember soll es eine gemeinsame Sitzung von Schul- und Sportausschuss mit dem Ortsrat Vorsfelde geben, in der alle über den aktuellen Planungsstand unterrichtet werden und Nachfragen stellen können. Reimer hofft auf eine möglichst reibungslose Kommunikation aller Beteiligten. „Es gibt während der Bauarbeiten vieles zu organisieren, sowohl beim Schul- als auch beim Vereinssport“, gibt er zu bedenken.

 

Das Kollegium der vier weiterführenden Schulen im Gebäudekomplex freut sich zwar nicht auf Baulärm und Staub, wohl aber darauf, dass einige Oberlichter, die seit dem Hagelschaden im Sommer 2013 zugenagelt sind, tatsächlich in absehbarer Zeit wieder mehr Licht in die Flure lassen.

Am grundsätzlichen Platzproblem im Schulzentrum Vorsfelde wird sich durch die Sanierung allerdings kaum etwas ändern, speziell mit Blick auf die Mensa. Der vor fünf Jahren angedachte Neubau inklusive mehrerer zusätzlicher Klassenräume auf dem Nachbargelände, wo noch immer die ehemaligen Garagen des Wasserverbands stehen, rückt angesichts der Wirtschaftslage in immer weitere Ferne.

Doch auch wenn gefühlt eine Krise der nächsten folgt: Den ebenfalls im Jahr 2015 angekündigten Ausbau der Carl-Grete-Straße für den Bus-Begegnungsverkehr und die Umwandlung des Hartplatzes auf dem Sportgelände in einen Parkplatz mit mehr als 50 Stellplätzen sollte man nicht aus dem Auge verlieren, findet jedenfalls Werner Reimer: „Ich wäre dafür, dass es zumindest schrittweise weitergeht.“

 

Wolfsburger Allgemeine, Seite 16, 13.10.2020

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