Parcour: Auf Wanderers Füßen – der Klippenstieg bei Romkerhalle

26 April 2016

Auf Wanderers Füßen – der Klippenstieg bei Romkerhalle

Der 23. April 2016 sollte wahrlich nicht der sonnigste Tag des Jahres werden, dennoch machten sich am frühen Morgen einige Traceure der UrbanAthletes Wolfsburg vom MTV Vorsfelde auf den Weg nach Romkerhalle, einem kleinen „Königreich" nahe Goslar und Ausgangspunkt der geplanten Wanderung.

Die kühlen Morgentemperaturen von +2°C hielten uns nicht davon ab, unsere Wandertour im Harz anzutreten. Und so erreichten wir den Parkplatz beim Romkerhaller Wasserfall um kurz nach 10:00 Uhr, um von dort aus, zunächst entlang der Oker, unsere Wanderung zu beginnen. Uns erwartete eine abwechslungsreiche und landschaftlich schöne Tour, die vieles zu bieten hatte, was man sich auf einer Wanderung so wünscht. Über „Stock und Stein" gelangten wir auf unbefestigten und steinigen Wegen zur „Verlobungsinsel", eine kleine Felsinsel inmitten der Oker, die zum Klettern und einer ersten Rast einlud. Die Insel ist mit einer kleinen aber feinen Holzbrücke verbunden und besitzt ein felsig-romantisches Flair, das einen Besuch sehr empfehlenswert macht. Nachdem wir hier die Felsen schon mal ein wenig gerockt haben, ging es weiter. Vorbei an den Waldhängen des Westharzes, führte uns der Weg zu den ersten Klippen. Zu unserer etwas Überraschung trafen wir hier auf viele ambitionierte Kletterer, die sich an den steilen Felshängen auf- und abseilten. Das gesellige Gruppenklettern schien manchen jedoch zu viel und so begegneten uns an weiteren Klippen auch alleinige Paare und Einzelkämpfer, die sich ihren Herausforderungen stellten.

Weiter durch das Dickicht, wanderten wir an der lokalen Wasserversorgung entlang (Bergbau-Stil) und erreichten nach weiteren Auf- und Abstiegen die Gaststätte „Waldhaus" bei Okertal, unseren Wendepunkt. Das Wetter spielte bisher sehr gut mit: die Temperatur war angenehm zum Wandern, die Kopfbedeckung vertuschte den leichten Wind und von den 50% Regenwahrscheinlichkeit war bisher auch noch nicht viel zu merken. Toy toy toy, so konnte es gut und gerne weitergehen.

Nun erwarteten uns steile Anstiege, zahlreiche Klippen, noch mehr Wald und … ein einsamer BH, der verloren über einem Bankgeländer hing (wohl als Augenklappe für die Wildschweine gedacht, so was versautes aber auch). Es ging gleich gut los: Wie von einer Kuppel getrennt, fing der Himmel an, uns mit kleinen eisigen Tropfen zu ärgern – und das immer wieder, mal stärker, mal schwächer aber nie wirklich lange. Also insgesamt war es eine eher regenfreie Wanderung. Wie dem auch sei, unser Ziel waren nun die Kästeklippen. Nach einer Vielzahl von anderen Klippen, steilen Anstiegen und etwas Fährtenlesen („Ahh, siehe da: Rehe, Wildschweine und Waschbären), erreichten wir diese auch. Die Kästeklippen gelten als schöner Aussichtspunkt, der jedoch auch mit etwas Klettern verbunden ist – mal wieder genau das Richtige für uns. Hier oben pustete der Wind dann doch etwas frischer und nach einem kleinen Panoramaausblick verschlug es uns in die „Kästehütte", wo wir einkehrten und uns bei Speis und Trank etwas stärkten. Nach dieser kleinen Rast stand uns nun noch der Abstieg und damit die Endetappe zurück nach Romkerhalle bevor.

Die erste Station war gleich die „Hexenküche". Da wir ja gerade alle gut gesättigt hatten, waren wir die perfekten Zutaten für eine Hexensuppe und so viel Einer nach dem Anderen den Harzhexen in den Topf (was sich in Form von Klettern abspielte, da die Hexenküche eigentlich eher eine Felsklippe ist und kein Kochtopf ;-)). Der Abstieg wurde wieder steiniger. Nach kurzer Zeit stolperten wir über Deutschlands wohl größte „Mausefalle" und purzelten weiter zu den Feigenbaumklippen. Nachdem wir auch hier die Feigen gepflückt hatten, ging es sehr steil und steinig hinab zum Wasserfall. Die „Kleine Romke" strömt hier als höchster Kunstwasserfall des Harzes die Felswand hinunter, was jedoch nicht wirklich spektakulär aussieht. Nun noch ein letzter, steiler Abstieg und ein sehr schöner Wandertag neigte sich dem Ende zu. Die Wanderung war sehr erlebnisreich, bot viel Abwechslung und lohnt sich. Wir empfehlen sie definitiv weiter.

(Verfasser: Werner Müller-Krawehl)

 

 

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Wasserfall

 

 

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Wanderweg

 

 

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Verlobungsinsel

 

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Klippen im Wald

 

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Ausblick von den Kästeklippen

 

 

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Die Kletterer

 

 

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