Doppel-Pech beim 34:37! Nach Fey-Ausfall reißt der Faden

24 September 2012

MTV im Doppel-Pech beim 34:37! Nach Fey-Ausfall reißt der Faden
(gef/ank) In der Handball-Landesliga der Frauen unterlag der MTV Vorsfelde bei seiner Saison-Heimpremiere, der VfL Wolfsburg II holte einen Punkt. MTV Vorsfelde – HSG Göttingen 34:37 (18:18). Wie erwartet hielt Göttingen das Tempo über 60 Minuten sehr hoch, was die hohe Torausbeute auch zeigt. „Leider passte das Verhältnis von Strafwürfen und Zeitstrafen überhaupt nicht, da waren einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen dabei“, ärgerte sich MTV-Coach Heiko Mühe. Es war ein ausgeglichenes und interessantes Duell – bis zur 56. Minute. Da stand es 33:33. Dann verletzte sich Vorsfeldes Torjägerin Nina Fey, verdrehte sich das Knie. „Nina war der Dreh- und Angelpunkt, nach ihrem Ausscheiden zog Göttingen davon“, sah Mühe Feys Pech als ausschlaggebend für die Niederlage. Viel zu schnell seien die Angriffe in der Folge abgeschlossen worden. Die Fehler bestrafte die HSG postwendend mit Tempogegenstoß-Toren. Allerdings machte Mühe seiner Mannschaft keinen Vorwurf: „Wir wussten ja zudem auch nicht mehr, wie wir in der Abwehr agieren sollten. Gegen uns wurden immer gleich Zeitstrafen gepfiffen.“ Pech auch, dass der MTV nur eine Torfrau im Kader hatte. Julia Wendhausen im Kasten gab alles. Es nützte nichts. Mühe: „In so einem Spiel hätte ich ihr gern mal eine Pause gegeben.“ MTV: Wendhausen – Heuchling, Aust (10), Fröhlich (4), Schmidt (4), Fey (10), Wehrstedt, Jerger (3), Ludwig, Körber, Behrens (3). HSG Rhumetal – VfL Wolfsburg II 21:21 (11:14). Für den Coach war?s der identische Start wie mit der Ersten des VfL: Thomas Löw, Trainer des Wolfsburger Oberligisten und der Zweiten in Personalunion, hatte schon vor einer Woche ein 21:21 mit dem VfL I hingelegt. War es vor einer Woche in Lüneburg aber noch ein Punktgewinn, so war sich der Trainer nach dem Rhumetal-Spiel nicht sicher, ob sein Team einen Punkt gewonnen oder einen verloren hatte: „Da wäre mehr drin gewesen, meine Mannschaft hat sehr stark gespielt.“ Andererseits freute sich Löw, dass es nicht komplett schief ging, da im Verlauf des Spiels auch die HSG mal vorn gelegen hatte. Zufrieden war Wolfsburgs Coach mit den „konstant guten Leistungen“ der Torfrauen und der Defensivleistung. Löw sagte aber auch: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, waren zum Schluss im Angriff zu schnell und überhastet. In der ersten Halbzeit hat das noch besser funktioniert.“ VfL: Schmidt, Trautmann – Farys (4), Greiling (6), Eggert (4), Drotleff (2), Siegmund (3), Wöhner (1), Müller, von Harken (1).
Bitter: Nach der Verletzung von Nina Fey (l.) konnte Vorsfelde die HSG Göttingen nicht halten, unterlag mit 34:37.
24.09.2012 / WAZ Seite 41 Ressort: WSPORT

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