MTV setzt ein Ausrufezeichen

6 September 2017

Vorsfelde schlägt den Favoriten Hameln zum Saisonstart mit 33:25.

 

Von Kilian Symalla

 

Vorsfelde. Das war mal ein echtes Statement zum Saisonstart: Die Handballer des MTV Vorsfelde haben Oberliga-Meisterschaftsfavorit VfL Hameln mit 33:25 (17:11) aus der Halle geworfen und alle Zweifel weggewischt.

Nach den Abgängen von Yannik Schilling und Marius Thiele war man sich beim MTV nicht sicher, wo genau das Team in dieser Spielzeit steht. Nach 60 Minuten in der Saison dürfte klar sein: Mit Vorsfelde ist oben zu rechnen.

Nur elf Minuten konnte Aufstiegskandidat Hameln mithalten. "Die Anfangsphase war ein offener Schlagabtausch", berichtete MTV-Trainer Jürgen Thiele. Von 7:7 (12. Minute) zogen die Gastgeber aber auf 10:7 weg, bauten ihren Vorsprung anschließend weiter aus. Zur Pause waren die Eberstädter mit 17:11 vorne. "Es lief einfach gut für uns", sagte Thiele.

Nach der Pause nahm Hameln den Vorsfelder Topschützen Bert Harftiel in Manndeckung. "Das hatten wir so erwartet, wir waren vorbereitet. Die Mannschaft freut sich geradezu, wenn Bert kurz genommen wird, weil sich dann Räume ergeben", erklärte Thiele. Die bot auch Hameln, nur konnte der MTV die Freiheiten nicht wie geplant nutzen. "Wir haben uns zu oft festgerannt, konnten nicht so verlagern, wie wir es vorhatten", berichtete Thiele. Aus acht Toren Vorsprung (19:11) wurden vier (20:16). "Hameln kam heran. Aber als es eng wurde, haben wir die Antwort gefunden", betonte der Vorsfelder Coach.

Sein Team stemmte sich gegen das Aufbäumen des VfL. "Unsere Abwehrleistung hat sich verbessert, Torwart und Defensivverbund waren sehr aufmerksam", sagte Thiele. "Wir haben es dann cool und souverän heruntergespielt."

Trotz des überlegenen Sieges gegen den Meisterschaftsfavoriten ist von Euphorie beim Coach keine Spur. "Wir dürfen das nicht überbewerten. Ich gebe allen Teams vier oder fünf Spiele, dann erst wird sich zeigen, wer wie stark ist", erklärte Thiele. Der Trainer war auch mit dem Auftritt seiner Mannschaft noch nicht vollends zufrieden. "Die Tempogegenstöße haben noch nicht funktioniert, daraus haben wir zu wenige Tore erzielt", kritisierte Thiele. Einstellung und Abwehrarbeit aber seien stark gewesen. "Läuferisch und kämpferisch war das top, auch unsere Rückwärtsbewegung war gut", sagte Thiele. "Insgesamt war das Tempo im Spiel sehr hoch."

MTV Vorsfelde: Rüger, Krüger - Seimann, Kühlbauch, Basile (2), Thiele (4), Hartfiel (12), Bock (4), Tangermann (3), Bangemann (6), Feig (2), Lüdiger.

 

WN 04.09.2017

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