5:9! Vorsfelde träumt kurz vom Coup

26 June 2017

Judo-Bundesliga: Starker Start gegen den Favoriten – Doch Mönchengladbach fährt den Sieg ein

Starke Vorstellung: Grodtmann (l.) holte zwei Punkte. Privat

Vorsfelde. Eine souveräne Giovanna Scoccimarro und eine starke Kimberly Grodtmann ließen Judo-Bundesligist MTV Vorsfelde gegen Favorit 1. JC Mönchengladbach zwischenzeitlich von einem Punktgewinn träumen. Doch die Überraschung blieb aus, da beim 5:9 nur noch Janne Ahrenhold einen Sieg beisteuerte. Damit bleibt der MTV Tabellenletzter, hat aber in Sachen Klassenerhalt noch alle Chancen.

„Die Auslosung der Kampfreihenfolge kam uns entgegen“, so MTV-Trainer Mario Pavlu. Vize-Europameisterin Scoccimarro (bis 78 Kilogramm) sorgte gegen Stephanie Manfrahs für die Vorsfelder Führung. Die junge Pia Rzepka (bis 48 kg) unterlag im Anschluss, ehe Grodtmann (bis 57 kg) die Halle gegen Mona Heeb zum Toben brachte. In einem hart umkämpften Fight stand es nach Ende der normalen Kampfzeit noch unentschieden. Pavlu: „In der Verlängerung wurde Kimberly durch die Anfeuerung der Fans und des Team nach vorn gepeitscht.“ Nach 5:27 Minuten warf Grodtmann ihre Gegnerin mit einem Harai Goshi auf die Matte – das 2:1!

Doch dann kam Mönchengladbach ins Rollen. „In den nächsten vier Kämpfen sah man, wie hochklassig der JC besetzt ist“, so Vorsfeldes Trainer Alle vier Punkte gingen an die Gäste, zur Halbzeit stand es 5:2 für Mönchengladbach.

Der Start der Rückrunde verlief genau wie die Hinrunde. Wieder sicherten Scoccimarro und Grodtmann dem MTV zwei Punkte – nur noch 4:6. Pavlu: „Noch konnten wir uns etwas Hoffnung auf ein Unentschieden machen.“

Allerdings gab’s nur noch einmal Jubel auf der Vorsfelder Seite. In der Klasse bis 63 kg tauschte Pavlu die Geschwister Elna und Janne Ahrenhold gegeneinander aus. „Elna musste sich in der Hinrunde gegen die türkische Meisterin Merivan Tankos geschlagen geben. Janne wollte das nun besser machen“, so der Coach. Erst sah es nicht danach aus und die türkische Meisterin dominierte den Kampf. Aber je länger er dauerte, umso stärker wurde die Vorsfelderin – und drehte das Duell mit kleinen Wertungen. Aber zu mehr sollte es gegen den Favoriten nicht reichen, unterm Strich stand ein 5:9.

Vorsfelde geht als Schlusslicht in die Sommerpause, hat aber den Mut nicht verloren. Am 16. September geht es zum Tabellenvorletzten Stella Bevergern, wo das große Finale um den Klassenerhalt steigt. Pavlu: „Wir sind uns sicher, dass wir das Abenteuer Bundesliga noch erfolgreich abschließen.“

WAZ 26.06.2017

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