Ehrung der Stadt Wolfsburg für Judo Weltmeisterin G. Scoccimarro

7 November 2017

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WAZ 06.11.2017

 

Wolfsburger Nachrichten 06.11.2017:

Die 19-Jährige ist seit wenigen Tagen U-21-Judo-Weltmeisterin.

Von Hans Karweik

Wolfsburg. Schwarz gekleidet, in der Farbe der Dan, der ersten Meistergrade im Judo, nahm Giovanna Scoccimarro Sonntagmittag im Ratssitzungssaal des Rathauses die Ehrengabe der Stadt Wolfsburg entgegen. Sie ist seit wenigen Tagen U-21-Weltmeisterin in diesem japanischen Kampfsport.

Die 19-Jährige trat gelöst vor die Kameras, bewegte sich anmutig beim Eintrag ins Wolfsburger Gästebuch, dankte zuvor souverän in ihrer Haltung, sanft in ihrer Stimmlage und bewegt in ihrer Wortwahl ihrer Familie, dem MTV Vorsfelde, Freunden und Förderern für die Unterstützung auf diesem Weg zum sportlichen Erfolg, der in der Philosophie des Judo auch zur Entwicklung der Persönlichkeit führt.

Dass Scoccimarro erfolgreich Körper und Geist eingesetzt hat, zeigt ihr Sieg im Finale über Aleksandra Samardzic aus Bosnien-Herzegowina in Zagreb (Kroation). Trotz Verwarnung im Kampf errang sie den WM-Titel. Wenige Tage später holte sie der Mixed-Mannschaft des Deutschen Judo-Bundes die Bronzemedaille der U 21. Ihr Ziel sei nun Olympia, sagte der Vorsitzende des MTV Vorsfelde, Werner Reimer. Sie habe drei Chancen: 2020 in Tokio, 2024 in Paris und 2018 in Los Angeles.

Reimer erinnerte in seiner Rede daran, dass dafür im privaten wie schulischen und beruflichen Umfeld günstige Voraussetzungen bestehen müssen. Denn Judoka könnten nicht damit rechnen, mit ihrem Sport Geld zu verdienen. So habe Scoccimarro Schule und Wettkampf stets miteinander verbunden und in beiden Bereichen reüssiert. Dabei habe ihre judobegeisterteFamilie geholfen, die Schule und auch Volkswagen als Ausbildungsbetrieb viel Entgegenkommen gezeigt. Galt es doch zunehmend, weite Auslandsreisen zu machen.

Vor den Flaggen Europas, Deutschlands, Niedersachsens und Wolfsburgs, übereichte Oberbürgermeister Mohrs der Judo-Weltmeisterin eine Glaskugel. Er würdigte ihre Verdienste "mit großem Stolz auf unsere junge Bürgerin".

Im Jahr 1972 wurde der Wolfsburger Klaus Glahn Olympiazweiter in München.

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