Ursula Sandvoß wurde mit der Carl-Grete-Medaille geehrt - Launige Reden und tänzerische Glanzleistungen

25 May 2012

"Das ist eine große Ehre für mich"

 

 

Ursula Sandvoß wurde mit der Carl-Grete-Medaille geehrt - Launige Reden und tänzerische Glanzleistungen

 

Von Katja Kersting

VORSFELDE. Der Ort war passend gewählt, ebenso das Datum. Gestern Abend fand im MTV-Tanzkeller die Verleihung der Carl-Grete-Medaille an Ursula Sandvoß statt.

Viele Jahre leitete Sandvoß, die alle Festredner nur Uschi nannten, die Tanzsparte, 1970 kam sie zum Verein, trat in die Gymnastiksparte ein. Und der 23. Mai passte, weil das der 202. Geburtstag des Medaillen-Namensgebers Carl Grete ist, und weil an diesem Tag, so verlangen es die strengen Regeln, jedes Jahr die Verleihung stattfinden sollte.

Lach blickte vor mehr als 70 Gästen zurück auf die Anfänge der Preisverleihung 1993 als "Steh-Bier-Sekt-Party" während der Drömlingmesse. Erster Preisträger war Karl Hohls. "Die Medaille wurde ins Leben gerufen, um Menschen zu ehren, die sich um das Wohl Vorsfeldes verdient gemacht haben. Und das in einer Zeit, als ehrenamtliches Engagement noch nicht so im Fokus stand", sagte Lach.

Die Entscheidung, Sandvoß für ihre Verdienste um den Breitensport zu ehren, sei im Ortsrat einstimmig gefallen. Lach lobte die Preisträgerin, die gar nicht so gerne im Rampenlicht stehe, auch dafür, dass sie auch an ihrem Arbeitsplatz bei der Post immer ein freundliches Wort parat gehabt hatte und für ihre Fähigkeit, über Parteigrenzen hinweg hartnäckig für "die Sache", für den Sport zu kämpfen. "Und auch jetzt, mit 68, ist sie noch einmal durchgestartet als Vorsitzende des Stadtsportbundes." Auf der handschriftlichen Urkunde heiße es daher auch, dass Sandvoß für ihr Engagement beim MTV und in der Kommunalpolitik ebenso geehrt wird wie für ihren Einsatz für den Breitensport.

"Ich freue mich sehr, eine tolle Frau zu ehren, die eine tolle Wolfsburgerin ist. Du hast es verdient", sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs augenzwinkernd in dem Wissen, dass Ursula Sandvoß sich für Vorsfelder und Wolfsburger Belange gleichermaßen einsetzt. Mohrs lobte ihr Engagement, ihren harten Kampf für die Sache. "Sie hat sich nie einschüchtern lassen."

MTV-Vorsitzender Werner Reimer charakterisierte Sandvoß mit vier Attributen, die sich bei einer kleinen Umfrage im MTV herausgestellt hätten: Sorgfalt, energische Person, vielfältig sprich gesellig und reiselustig sowie engagiert über Parteigrenzen hinweg.

Und was sagte die so gelobte? "Das ist eine große Ehre für mich. Ich bin erstaunt, wie viele Menschen heute hier sind. Niemals hätte ich damit gerechnet, die Carl-Grete-Medaille zu bekommen." Mit einer launigen Rede, gespickt mit Anekdoten aus Postamt und MTV-Geschichte, sorgte sie für viele Lacher.

Und sie hat noch viele Ziele. "Es gibt noch viel zu tun", sagte sie, und meinte auch ihre privaten sportlichen Ambitionen. Sie habe noch nie ein Sportabzeichen abgelegt, trotz jahrelanger Bearbeitung durch ihre Männer zuhause, verriet sie. "Aber ich bemühe mich weiter. Und ich errang fünfmal das goldene Tanzsportabzeichen, das ist doch auch etwas." Wie passend, dass die S-Klasse-Tanzpaare Francesco und Agata Allegrino sowie Francesco und Karin Missere den Abend umrahmten.

Die Preisträgerin Ursula Sandvoß nahm gestern Abend im MTV-Tanzkeller die Glückwünsche von Oberbürgermeister Klaus Mohrs (links) und Ortsbürgermeister Günter Lach entgegen.

Wolfsburger Nachrichten: 24. Mai 2012, Wolfsburg Lokales, Seite 20

© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2012

 

 

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